Tränen über Tränen

Eintrag vom 27. März

Ich fühle mich richtig mies. Mein Bruder, der nicht hier wohnt, kam heute zu Besuch. Und eigentlich hatte ich mir Unterstützung von ihm erhofft, aber er teilt ja doch nur die Meinungen der Anderen. Ich fühle mich so alleine und weiß nicht weiter. Ich will hier nicht mehr leben, ich hasse dieses angebliche "zu Hause".

Jedesmal wollte ich mit irgendjemandem reden und meinen Frust rauslassen. Aber ich will niemandem auf die Nerven gehen.

Manchmal habe ich das Gefühl nicht zu dieser Familie zu gehören. Vielleicht ist es nur Einbildung, aber wer weiß, vielleicht bin ich gar nicht von dieser Familie.

Sie nehmen mich nicht ernst und meine Probleme und Sorgen sind ihnen auch scheißegal. Ich nehme mir immer vor stark zu sein und nicht zu weinen, weil sie meine Tränen nicht wert sind, aber manchmal, so wie jetzt auch, kann ich die Tränen nicht zurückhalten und schon ist mein Gesicht feucht. Wie oft wünschte ich mir, ich wäre adoptiert worden, dann wäre mir vielleicht dieser Kummer erspart worden.

Vielleicht ist es falsch so zu denken, aber ich zweifle immer an die Entscheidungen meiner Eltern. Sie sagen mir zwar, dass sie nur das Beste für mich wollen, aber so gerne ich ihnen glauben würde, ich kann nicht.
Wie soll ich mich glücklich und frei fühlen, wenn ich hier praktisch gefangen bin?! Wie gern wäre ich mal einen ganzen Tag ohne Familie.

Ich versuche mir einzureden, dass es Schlimmeres gibt, aber immer wenn ich an meine Situation denke, dann tut es weh und schon fließen die Tränen.

Ich kann nicht glauben, dass sich fremde Menschen mehr um mich kümmern und sorgen als meine Eltern. Vielleicht wollen sie mich nicht wahrhaben, vielleicht interessiere ich sie auch nicht.
Wenn das so ist, dann ist Familie für mich gestorben.

15.12.08 22:11

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